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Tansanischer Bischof auf dem Heldrastein

Traditioneller Gottesdienst auf dem Heldrastein erlebt besonderen Gast aus Tansania.

Der traditionelle Gottesdienst , der seit der Grenzöffnung immer am ersten Septemberwochenende die Gläubigen der Anliegergemeinden auf dem Heldrastein zusammenführt, begrüßte in diesem Jahr mit Bischof Dr. Edward Mwaikali aus Tansania einen besonderen Gast auf dem König des Werratals.

Schon lange pflegt die Treffurter evangelische Kirchgemeinde Kontakte nach Tansania, sodass der Bischof nun während seiner Deutschlandtour auch Treffurt und Eisenach besuchte. Andächtig lauschte er der Predigt von Pfarrer Torsten Schneider, die ihm Lehrerin Ute Walter aus Heldra übersetzte. Die Eschweger Schulleiterin übersetzte später auch die Worte des Bischofs ins Deutsche. Als eine ganze Versammlung von Zeitzeugen bat Torsten Schneider die über 80jährigen und die über 30jährigen aufzustehen und er erinnerte an den Kriegsbeginn vor 80 Jahren und das zweite geschichtsträchtige Datum vor 30 Jahren. Er selbst hatte damals als Student bei den Friedenskundgebungen die Kirchen als einzige Orte erlebt, an denen man frei und ungezwungen reden konnte. Für Pfarrer Schneider ist die heutige Heuchelei auf fast allen Gebieten sehr bedrückend und die Respektlosigkeit der Menschen gegenüber Lehrern, Erziehern und selbst Rettungskräften mache deutlich, dass sich die Menschen nicht mehr auf Augenhöhe und mit Respekt begegnen. 30 Jahre nach der Grenzöffnung erleben wir, dass sich die Menschen mehr und mehr voneinander entfernen, die Vereine finden keine Mitglieder mehr, die Kirchenbänke werden leerer und „waren wir früher nicht schon öfter hier zusammen auf dem Heldrastein“, fragte der Pfarrer nach den gemeinsam verbrachten Stunden. Besorgt auf den Zustand der Schöpfung schauend, sagte Schneider abschließend, „ein anderes Leben ist möglich in Jesu Namen“.

Auch Bischof Mwaikali griff den Respekt auf und nannte die älteren Menschen auch die Professoren des Lebens, denn sie sind die Lehrer des Lebens. „Es ist schön, dass wir heute die Gemeinschaft haben hier vor Ort und im Himmel auch“, blickte der Bischof auf diesen Gottesdienst. Er lobte zudem, dass die Menschen hier um ihre Umwelt kämpfen. Auch in Tansania sei man früher sehr nachlässig mit der Umwelt umgegangen, heute aber sei das alles anders geworden. Auf seiner Reise durch Deutschland über Hamburg, Berlin, Eisenach und den Heldrastein bewunderte er vor allem, dass die Menschen so aktiv sind. Auch auf das Ende der deutschen Einheit ging er ein und mit Blick auf das einstige Leben hier an der Grenze suchte er den Bezug zu Jesus Christus. Dass sich der Bischof hier auf dem Heldrastein in der Gemeinschaft mit den etwa 100 Gästen wohlfühlte, merkte man ihm sichtlich an und irgendwie sah man ihm auch die Vorfreude an, wenn die Kirchgemeinde und der Posaunenchor, der auch den heutigen Gottesdienst wieder so wundervoll begleitete, im kommenden Jahr Tansania besuchen kommen. So lautete jedenfalls die Einladung und die Vorfreude herrscht da sicherlich ebenso in Treffurt .

 

Heldrastein (rüd)

IG Heldrastein

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